DAS HAYWARIQUY
Ein schamanisches Gabenritual für bewusste Verbindung, Würdigung und Übergänge
Manche dieser Übergänge lassen sich nicht allein mit Worten begleiten.
Das Haywariquy eröffnet einen rituellen Raum der bewussten Verbindung – mit der Natur, mit den sichtbaren und unsichtbaren Ebenen des Lebens, mit seinen inneren Bewegungen und Wandlungsprozessen.
Mit Naturmaterialien, Gebeten, Symbolen und energetischer Ausrichtung entsteht eine Gabe an die sichtbare wie unsichtbare Welt.
Ein Ausdruck von Beziehung, Bewusstsein und tiefer Verbundenheit mit dem Leben.
Was ist ein Haywariquy?
Das Haywariquy ist ein traditionelles schamanisches Gabenritual aus der Anden-Tradition.
Die Zeremonie dient der Verbindung, der Würdigung, dem Dank, dem Loslassen oder der bewussten Ausrichtung auf neue Lebensphasen.
Für mich ist es weit mehr als eine von den peruanischen Q’ero Schamanen übernommene traditionelle Handlung.
Es ist ein Weg zu uns selbst und in die tiefe Verbindung mit dem was ist.
Und obwohl es diese überlieferte und dezidierte rituelle Struktur gibt, bestimmt die Qualität unseres inneren Bewusstseins, unsere Intention und die Energie des Herzens jeder teilnehmenden Person das Ergebnis der Zeremonie.
Die Absicht hinter dem Angebot ist es, auf das die die geistige Welt reagiert.
Mein persönliches Haywariquy
Meine Form des Rituals
Über viele Jahre habe ich diese Arbeit erlernt, erfahren und in eine Form weiterentwickelt, die Menschen in unserer westlichen Welt auf persönliche Weise berühren und begleiten kann.
Mit großer Demut und Hochachtung vor den traditionellen Linien, unter ehrender Berücksichtigung der zugrunde liegenden Anden-Kosmologie, habe ich mit höchster Sorgfalt meine eigene Kunst entwickelt, ein Haywariquy zu geben.
Basierend auf den Erkenntnissen meiner intensiven Ausbildung habe ich das Ritual mit meiner gestalterisch-kreativen Intuition, meiner tiefen Verbindung zur Pflanzenwelt und meinem europäischen Kontext verwoben.
Eine eigene Auslegung des traditionellen Haywariquys für die Anwendung in der westlichen Welt ist schon allein deswegen notwendig, weil wir hierzulande keine Koka-Blätter haben und sie auch nicht verwenden dürfen.
Naturgaben & Materialien
Ich verwende statt der Koka-Blätter beispielsweise Lorbeer oder Rosenblätter und zu einem möglichst großen Teil selbst gesammelte, organische, kompostierbare und biologisch abbaubare Materialien, um die Erde und Gewässer, an die ich sie übergebe, nicht zu belasten.
In die Gaben fließen – je nach Jahreszeit und Anlass – die verfügbaren Pflanzen, Blüten und Früchte der Region, Beeren, Pilze, Federn, Muscheln und andere Geschenke der Natur ein.
Die Gaben als Ausdruck von Verbindung
Mit meinen Gaben verbinde ich mich und die Teilnehmenden des Rituals mit unserer Lebensquelle, der Erde und den Energien des Kosmos.
Ich zeige den Elementarkräften, meiner Natur-Mutter und Natur-Vater und den lokalen Naturwesen, mit denen ich arbeite, meinen Respekt und meine Dankbarkeit.
Die Rituale sind immer eine Ehrung an die Schönheit und den Reichtum unserer großen Mutter Pachamama – staunend, dankend und tief berührt ehren wir das Leben, die Natur und deren natürliche Zyklen und Rhythmen.
Das Haywariquy wird traditionell als heilige Gabe verstanden.
Man gibt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.
Die Gabe ist Ausdruck von Beziehung, Dankbarkeit und bewusster Verbindung mit dem Leben, der Natur und den sichtbaren wie unsichtbaren Ebenen des Daseins.
Wie ein Haywariquy entsteht
Der Prozess beginnt mit der bewussten Zusammenstellung der Gaben und Symboliken entsprechend des jeweiligen Anliegens.
Die Naturmaterialien werden achtsam ausgewählt und mit Gebeten, Intentionen und energetischer Ausrichtung verbunden.
Jedes Haywariquy entsteht in enger Verbindung mit der Natur, den Jahreszeiten und den Energien des jeweiligen Lebensübergangs.
Während des Rituals entsteht aus Naturgaben, Symbolen, Gebeten und bewusster Ausrichtung ein individuelles energetisches Feld.
Die Gabe wird anschließend an einen besonderen Ort in der Natur übergeben – als Ausdruck von Dankbarkeit, Loslassen, Verbindung oder Neu-Ausrichtung.
Ein wichtiger Bestandteil des Rituals ist dabei nicht nur die Zeremonie selbst, sondern auch die innere Haltung, mit der sie gestaltet wird.
Es geht nicht um Perfektion oder äußere Form, sondern um Präsenz, Bewusstsein und echte Verbindung.
Wenn ein Haywariquy
Dich ruft
Ein Haywariquy kann Teil eines persönlichen Ritualprozesses, eines Lebensübergangs oder einer individuellen Zeremonie sein.
In einem ersten Gespräch schauen wir gemeinsam, welche Form der Begleitung stimmig sein könnte.
In einem ersten Gespräch finden wir gemeinsam heraus, ob und in welcher Form ein Haywariquy Dich begleiten kann.